Was ist Burnout?

Was ist Burnout?

Burnout ist heute in aller Munde. Der Begriff wird von vielen schnell verwendet, doch was ist das überhaupt? Burnout ist ein Zustand, in dem sich der oder die Betroffene völlig „ausgebrannt“ fühlt. Das setzt jedoch voraus, dass derjenige vorher „gebrannt“ haben muss, d.h. sich über seine Grenzen und Kräfte für etwas eingesetzt hat. Psychische oder physische Erschöpfung sind wesentliche Symptome dieser Krankheit, wodurch sich der Betroffene meist schnell überfordert fühlt.

 

Ursachen

Die Hauptursache von Burnout liegt oft in der Arbeitssituation des Erkrankten. Der Betroffene hat zu lange unter zu viel Druck gearbeitet und kann die Anforderungen nicht mehr bewältigen. Es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen den Ressourcen und den Anforderungen.

 

Jedoch muss die Ursache für Burnout nicht zwangsläufig Stress im Arbeitsleben sein. Auch länger andauernde Erkrankungen, Probleme zu Hause oder Schlaflosigkeit können Burnout begünstigen. 

 

Symptome

 

Psychische Symptome

  • seelische Erschöpfung
  • mangelnde Belastbarkeit
  • Schlafstörungen und Albträume
  • starkes Ruhebedürfnis
  • Versagensängste
  • Selbstzweifel
  • Frustration
  • Lustlosigkeit
  • Interesselosigkeit
  • Resignation
  • gehäufte Stimmungstiefs mit Weinen
  • Misstrauen, Ängste und paranoide Vorstellungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Vergesslichkeit
  • Grübelschleifen (mit teilweise sich sinnlos wiederholende Grübeleien)

 

Körperliche Symptome

  • Müdigkeit
  • Kraftlosigkeit
  • psychovegetative Begleiterkrankungen wie z.B.
  • Erkrankungen wie zum Beispiel Magen-Darmprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, gehäufte Infekte, erhöhter Blutdruck oder Herzrasen
  • nervöse Ticks (z.B. Lidzucken)

 

Verhaltenssymptome

  • Missbrauch von Medikamenten, Alkohol oder Drogen
  • erhöhte, verringerte oder ungleichmäßige Nahrungsaufnahme
  • gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus
  • längere Pausen oder häufigeres Zuspätkommen
  • Gereiztheit oder aufbrausendes Verhalten
  • Rückzug aus gesellschaftlichen Beziehungen

 

 

Stadien

Es gibt zwölf typische Stadien der Burnout-Entwicklung:

  1. Drang, sich selbst beweisen zu müssen (aus Angst, dass die mangelnde Belastbarkeit sichtbar wird)
  2. vermehrte Anstrengung und Einsatz (um die gespürten Schwächen auszugleichen)
  3. Vernachlässigung der eigenen Person und der eigenen Bedürfnisse
  4. Verdrängung von Konflikten
  5. Umdeutung von Werten
  6. Probleme werden verleugnet
  7. Rückzug aus sozialen Beziehungen (Hobbies und Freundschaften werden vernachlässigt oder ganz abgebrochen)
  8. Verhaltensveränderungen werden bemerkbar (z.B. häufigeres Weinen, gereizte Reaktionen auf kleinste Belastungen, sozialer Rückzug)
  9. Gefühl des Identitätsverlustes
  10. innere Leere
  11. Depression
  12. typische Burnout-Symptome (z.B. ausgeprägte körperliche und seelische Erschöpfung bei fehlender Erholungsfähigkeit, mangelhafte Belastbarkeit, starkes Überforderungsgefühl und Ratlosigkeit, Schlafstörungen, Gedankenkreisen, Ruhelosigkeit, Nervosität und Anspannung)

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Stefan (Donnerstag, 18 August 2016 16:25)

    Oh ja, Phase 5 hab ich noch gut in Erinnerung. Vielen Dank für diesen ausführlichen Artikel.

  • #2

    Berneice Vantrease (Freitag, 03 Februar 2017 01:27)


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    Hubert F. (Freitag, 15 Dezember 2017 22:20)

    Danke für die klare Darstellung der Phasen des Burnout: genau so war es bei mir! Oder ist es immer noch?

  • #5

    David (Samstag, 14 Juli 2018 21:35)

    Eine Burnout ist meist nichts anderes als eine Depression. In keinem seriösen Medizinbuch findet sich für den Modebegriff "Burnout" ein eigenes Kapitel. Allerdings fällt es vielen Leuten einfacher, sich mit dem Begriff Burnout diagnostizieren zu lassen. Burnout steht schließlich für vorangegangenen Leistung, während Depression mit Versagen in Verbindung gebracht wird. LG David von https://depressionsfrei.net